Mein Turmfalke lebt nicht mehr!

Ich wünschte mir einen Raubvogel.

Einen Raubvogel, der bei mir im Garten sein Nest bezieht, am unteren Rand des Gartens, bei der alten Holzhütte.

Einen Uhu, einen großen, habe ich mir vorgestellt.

Und dann gab es eines Tages täglich die Kacke, direkt vor meiner Haustür.

Tauben, meine erste Befürchtung. Eh nett, aber!

 

Und dann sah ich ihn beim Landeanflug am Dachgiebel über der Haustür.

Was war der tollpatschig!

Drei Landeanflüge brauchte er zeitweise, um den Balken zu treffen.

Vielleicht wurde ihm genau seine Tollpatschigkeit zum Verhängnis.

 

Ich mochte diesen Raubvogel.

Er kam zu mir in einer Zeit, wo ich die Attribute suchte, die ich einem Raubvogel zuschrieb.

Ich studierte den Rüttelflug, das Gewölle, seine Anflugzeiten, und schrubbte die Kacke weg.

Vielleicht wurde ihm ein Flugfehler zum Verhängnis.

Warum sollte er sonst einfacht tot vor der Tür gelegen sein.

Die Kacke ist noch da.

Mein Turmfalke fehlt mir.

Morgen schrubbe ich ein letztes Mal für  „meinen“ Turmfalken.

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