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Kuhglocken

Ich bin in Rumänien. Tief in den Wäldern Transylvanniens. Im letzten Haus bevor die Wildnis beginnt.

Strom per Photovoltaik, fast ohne W-Lan, heißes Wasser entsteht mit Holz-Einheizen.

Wir werden vom Förster herzlich aufgenommen, und es wird herzhaft und viel gekocht.

So als müssten sich alle Sonn- und Feiertage eines Jahres auf eine Woche komprimieren.

Sicher gibt es in Österreich auch so ruhige Gegenden, aber!

Kaum Verkehr, keine Flugzeuglärm, keine Lichtverschmutzung.

Das Leben hier für mich so unglaublich verlangsamt, dass manchmal Unruhe aufkommen möchte.

Nach dem Motto: Fahren wir noch schnell auf einen Kaffee in die Stadt.

Aber da höre ich schon das Geläute der Kuhglocken, und weiß, jetzt kommt mein Abendritual.

Der zweimal tägliche Kuhauftritt ist fällig.

Zuerst die zotteligen, an Bären erinnernden Hirtenhunde, dann die Kühe (mit viel Gebimmel!), zwei Hirten mit viel Ho-Ho-Ho, und den Abschluss bildet mein Liebling, das Pferdegespann mit Holzwagen, auf dem die Milchkannen thronen.

Vom Anfang des Geläutes bis zur wiedereinkehrenden Stille vergeht eine Stunde wie in Trance.

Zeit zum Abendessen.

Mammaliga (Polenta) mit rumänischem Gulasch.

Eingebettet in dieser vor langer Zeit entstandenen Routine, wird das zu meinem Urlaubsritual.

Alles irgendwie vertraut, alles ein bisschen wie Kindheit.

Und mich als Erwachsene immer wieder zu wundern, dass Rumänien innerhalb der EU ist, und ich mich um gefühlte 70 Jahre zurückversetzt vorkomme.

Wer Gusto auf Bären – Höhlen – Ruhe – Kuhglocken – Burgkirchen etc. hat, kontaktiert einfach Robert Meisner. Der ermöglicht solche Touren!


Video: „Kuhauftritt – Aufwachen in Rumänien“ (3:24 Minuten)

 

Bitterorangenmarmelade

OLYMPUS DIGITAL CAMERAInnsbruck ist nicht nur zum Studieren gut, es lassen sich auch Besonderheiten entdecken.

Das erste Mal in meinem Leben habe ich Bitterorangen gefunden.

Nur um darin im Griechenland-Urlaub der vorigen Jahre zu schwelgen.

Ich hatte Angeliki sogar das „ganz geheime“ Familienrezept für Bitterorangenmarmelade rausgelockt.

Aber meerumbrandet und Sonnenuntergangsgeschädigt, weiß ich nur noch, dass Bitterorangen dabei waren!

Auf der Jagd nach einem Rezept bin ich auf Esskultur gekommen (Internet sei Dank!)

Zum Tun:

Ein bisschen Schneeflocken, grau in grau das Wetter, und die Küche orange durchflutet. Der bitter-orangige Duft steigt in die Nase und legt sich samtig auf die Vorderspitze der Zunge.

Die Jungs fragen ob es Punsch gibt, oder die Duftlampe angeworfen wurde.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

NEIN; ich produzier gerade URLAUB. Und das volle 2 Tage!

Ja, so ein Kilo Orangen – im Vorfreuderausch gekauft, artet bei mir in Arbeit aus!

FAZIT: Es schmeckt köstlich. Urlaub pur!

Wer nachkochen mag… Bitterorangen gibt´s nur bis Februar!

Und zum Rezept:
Besser kann man Fotos nicht machen und dieses Rezept beschreiben.
Ich habe mich genau an die Anleitung gehalten. www.esskultur.at