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Schwalbenflug

Die Schwalben sammeln sich.

Ich habe die Muse ihnen dabei zuzusehen.

Blauer Himmel, weiße Wolken und Schwalben, die im Tiefflug hoffentlich Nahrung finden.

Ein schönes Schauspiel, welches sich über Tage zieht.

Im Frühjahr genoss ich das selbe Spektakel, nur dass sich die Schwalben aus dem Süden einfanden.

Auch im Frühjahr, blauer Himmel, weiße Wolken, Schwalben und Zeit zum Schauen.

Da zwischen diesen zwei Tagen, meinen Schwalbenschautagen, der Sommer lag, da wurde mir wieder einmal ein Blick auf die Endlichkeit des Augenblicks gewährt.

Und zwischen diesen zwei Augenblicken war mein prall gefülltes Leben.

Der Poesie des Regens lauschen

Eintauchen in einen Wald, um dem ersten Regen nach den langen, heißen Sommertagen zu lauschen.

Die Poesie beginnt mit dem ersten tiefen Einatmen. Als Auftakt sozusagen.

Die Sinne konzentrieren sich zuerst auf das Hören .

Da der Regen fein ist, lausche ich dem Aufschlagen der Regentropfen.

Das dicke Aufprallen am Huflattich.

Das zarte Abgleiten an den Nadeln der Fichten.

Das Stakkato an den dicken, großen Blättern der Pestwurz.

Ich merke, wie ich mich dabei aufrichte, wie die Wassertropfen meine Kleidung durchdringen und mich verdichten.

Es ist, als würden alle Pflanzen aufnahmebereit sein und dabei die Blätter und Nadeln weit machen, um möglichst viel mit dem Nass in Berührung zu kommen.

Langsam geht das Hören des Regens in ein Sehen der Umgebung über.

Zwei Rehkitze, die mich aus der Nähe mit kugelrunden, braunen Augen beäugen, bevor sie wegspringen.

Ein Eichkätzchen, das – erschrocken über mein Erscheinen – die nächstbeste Fichte hinaufflieht.

Glänzend braune Nacktschnecken, die sich ihren Weg bahnen.

Immer mehr bin ich aufnahmebereit, und meine Sinne gleiten in ein Riechen über.

Den Zitrusduft der vereinzelt stehenden Douglasien löst der Aasgeruch der Stinkmorchel ab, und weckt Hoffung auf eine gute Pilzsaison im Herbst.

Ich rieche Zimt, kann aber den Geruch nicht zuordnen.

Auch ich spüre nun langsam den Übergang  der sommerlichen Glut in die Wärme des nahenden Herbstes.

Um der Poesie des Regens noch einen Ausklang zu geben, nasche ich an den herb-süßen Vogelbeeren und verfalle der Süße der Brombeeren.

Diesen ersten, langsamen Regen trage ich in der Nässe meiner Kleidung nach Hause und bin erfüllt.

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Sommerliebe

Laue Abende und kurze Nächte.

In Seen schwimmen und am Meer träumen.

Schwarzbeerpflücken und Pilze suchen.

Meiner Arbeitsmoral und dem Lernwillen beim Sinken zusehen.

Auf keinen Fall den Hirschkäferhochzeitsflug und die Sternschnuppennacht übersehen.

Auf eine Grillerei gehen und sich dabei betrinken.

Einmal vor lauter Hitze nicht schlafen können.

Sehr variabel mit der Kocherei umgehen, oder sie komplett umgehen.

Sommerlektüre lesen und „Heiße Liebe“ essen.

Eine Fahrt ins Blaue planen und die langen Ferien meines Liebsten neiden.

Frühstück im Freien und Grillengezirpe.

Von einem Sommergewitter überrascht werden und den Hochzeitstag am Traunsee verbringen.

Und wieder mal hoffen, dass der Sommer nie enden wird!

Sommerliebe halt!summer-814679_1280